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Die pain points meiner Kunden, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht

In den Gesprächen mit meinen Kunden spielen 2 pain-points eine entscheidende Rolle:

Die Berichtspflichten erfüllen 

    1. Egal ob nun verplichtet oder freiwillig: die Beschaffung der geforderten Daten und die Aufbereitung zu einem Bericht gemäß z.B. DNK ist mit Aufwand verbunden - keine Frage.
    2. Dabei haben es solche Unternehmen leichter, die ihr Prozessmanagement bereits gut "im Griff" und Daten dazu aufbereitet haben. Das Zusammentragen der berichtspflicht-relevanten Daten ist dann mit deutlich weniger Aufwand verbunden. 
    3. Gleichwohl: dieser Aufwand fällt motivational dann schwerer, wenn es die Unternehmen nur "für die Pappe an der Wand" machen - und sonst nur schwerlich einen Nutzen für ihr Geschäft  bzw. die  Absicherung / Entwicklung ihres Geschäftsmodells darin sehen können.

Nachhaltigkeitsleistungen verbessern

    1. So richtig aufwändig wird es allerdings erst, wenn es um das Aufsetzen und Umsetzen von Nachhaltigkeits-Verbesserungsprojekten geht - wenn es darum geht, die Nachhaltigkeitsleistungen des Unternehmens kontinuierlich zu verbessern.
    2. Denn davon ist das Geschäftsmodell berührt - und es geht um ein Zielmanagement, um Innovationen, um eine neue Prozesslandschaften, um Nahtstellenmanagement  und Beteiligung usw. 
    3. Hier ist das Management aufgerufen und gefordert. Hier sind dann gestandene Steuerleute gefragt. Sonntags-Nachmittags-Spaziergang war gestern. 

Was bleibt?

Ärmel hochkrempeln - anpacken - nicht nachlassen.

 

 

Was seit Frühjahr 2024 bis jetzt passiert ist...

Dass ich Co-Owner der visibleRuhr eG bin, habe ich ja schon "veröffentlicht". Und dass ich dort in erster Linie im SDG-HUB mitarbeite ist denke ich auch schlüssig. Siehe auch:  visibleRuhr - Spezialisten des digitalen Wandels: Home

Nun habe ich mich dort in den letzten Monaten doch weniger eingebracht als anfangs angenommen - soll in 2025 wieder anders werden...

Mein Schwerpunkt in 2024 lag mehr bei der Hochschule für Exzellenz (HEX) - dort bin ich seit diesem Jahr Dozent - und bringe mich im Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit ein. Was ist die HEX? Siehe hier: HEX - Hochschule für Exzellenz | Startseite.

Ein weiterer Schwerpunkt lag in 2024 auch bei den beiden Mittelstand Digital Zentren, an denen ich mich engagiere: das MDZ ländliche Region mit dem NachhaltigkeitsLab (siehe https://digitalzentrum-lr.de/nachhaltigkeitslabs) und das MDZ Zukunftskultur mit der einen Stunde Nachhaltigkeit (siehe 1hN - Eine Stunde Nachhaltigkeit - Mittelstand-Digital Zentrum Zukunftskultur).

Zudem kommt mein Berufsverband, der Berufsverband Deutscher Psychologiennen und Psychologen nun vermehrt auf das Thema Klima und Nachhaltigkeit: das finde ich nicht nur logisch sondern auch sehr vielversprechend.

Also: ich war in 2024 richtig fleißig - und in 2025 wird es nicht anders sein!

Ich nehme mir außerdem vor, die geneigten Leserinnen und Leser zukunftig auch an diesem Ort wieder mehr an meiner Arbeit, meinen lessons learned und meinen Veranstaltungen teilhaben zu lassen. Und nicht nur auf LinkedIn.

Das, was mich umtreibt und was ich treibe, teile ich dann nicht nur hier im Blog in Kurzform - sondern werde auch Impuls-Vorträge, die ich in unterschiedlichen Zusammenhägen halte, unter "Impulse" teilen. 

 Also: es gibt wieder mehr "für die Augen"!

 

Brainstorming: welchen Beitrag leisten Wirtschaftspsycholog:innen für KMU´s zum Thema Nachhaltigkeit?

Wirtschaftspsycholog:innen sind in Organisationen und Unternehmen zu unterschiedlichen Handlungsfeldern unterwegs - hier betrachten wir das Thema Nachhaltiges Wirtschaften aus der Perspekte "Change-Management".

  1.  Wir orientieren uns am Erwartungshorizont des zukünftigen Gold-Standards: ESG, CSRD / ESRS. 
  2.  Eine besondere Zielgruppe: KMU´s, die im Prinzip wollen…sich aber mit dem Einstieg oder dem geforderten „upgrading“ schwer tun.
  3.  Die Herausforderungen für diese Zielgruppe: strategische Einbettung der zu erbringenden Nachhaltigkeitsleistungen in das Geschäftsmodell (Geschäftsmodell tunen), entsprechendes Datenmanagement, Nachhaltigkeitsbericht erstellen.
  4.  Unser Beitrag zur Problemlösung mit dem Focus G + S:
    1.  Moderation der Meinungs- und Entscheidungsbildung auf der Ebene der Stakeholder: doppelte Wesentlichkeitsanalyse und  Nachhaltigkeitsstrategie.
    2.  KPI´s entwickeln - insbesondere im Bereich „Governance + Social“ – und Konzepte zur Datenbeschaffung
    3.  Moderation bei der Umsetzung der zuvor definierten strategisch relevanten Nachhaltigkeits-Projekte
    4.  Reflektion bzw. Klärung von Rollen und Optimierung des Zusammenspiels: GF, Nachhaltigkeitsbeauftragte, QM, HR.
    5.  Das HR-Produktportfolio unter dem Aspekt Nachhaltigkeit tunen – future skills - Wertbeiträge schärfen - Aufbau eines Wissens- und Lernmanagements.

 

 

 

Blitzlicht: was diskutieren wir aktuell, wenn es um Nachhaltiges Wirtschaften geht?

Wir - das sind eine immer größer werdende Anzahl von Kolleg:innen, die wir aus unterschiedlichsten Zusammenhängen kennen. Insbesondere aus dem Umfeld der Mittelstand Digital Zentren (MDZ), der Hochschule für Excellenz (HEX) und der visibleRuhr (vR). Am Ende von engagierten Diskussionen sind wir uns zu folgenden Punkten fast immer einig:

  1. Der Erwartungs-Druck auf die Unternehmen, Nachhaltigkeitsleistungen zu erbringen und "upzugraden" nimmt zu. Das gilt insbesondere für die KMU´s. 
  2. Natürlich gibt es bereits viele motivierte Unternehmen, die sich längst auf den Weg gemacht haben. Nach allen Daten, die uns vorliegen, sind wir aber noch sehr weit von einer kritischen Menge entfernt. 
  3. Wir sollten uns insbesondere um solche Unternehmen kümmern, die dem Thema im Prinzip durchaus positiv gegenüber stehen - sich mit dem Einstieg in das Thema Nachhaltiges Wirtschaften / Nachhaltigkeitsleistungen - und insbesodnere dem CSRD upgrade - aber schwer tun.
  4. Dabei ist es nach unserer Überzeugung weniger ein Informationsdefizit zum Thema Nachhaltiges Wirtschaften. Denn Informationen stehen "überall" zur Verfügung und sind leicht abrufbar.
  5. Wir glauben sogar, dass man die mittelfristige strategische Relevanz des Themas für das jeweilige Geschäftsmodell auch nicht groß erklären muss: nach unseren Erfahrungen wird diese strategische Relevanz im Management ud bei den Stakeholdern durchaus gesehen. Spätestens dann, wenn das nächste Gespräch mit der Bank zur Verlängerung der Kreditlinie ansteht oder die Kunden in der Lieferkette Nachhaltigkeitsberichte verlangen, wird es ernst und das Thema liegt konkret auf dem Tisch.  
  6. Wir sehen das Hauptproblem darin, dass es eine erhebliche Anfangsinvestition mit sich bringt, sich zu diesem Thema auf den Weg zu machen.
  7. Wir sehen folgende Hürden:
    • Wir benötigen im Management eine Basis-Entscheidung dazu, sich strategisch im Sinne des Geschäftsmodells mit diesem Thema vertiefend zu befassen (upgrade: siehe doppelte Wesentlichkeitsanalyse) - und dann entsprechende Ressourcen dafür zur Verfügung zu stellen, um sich auf den Weg zu machen. Ohne ein Bekenntnis, eine klare Basisentscheidung und Unterstützung aus dem Management macht es keinen Sinn.
    • Die Beschaffung der berichtsrelevanten Daten - und selbst dann, wenn wir hier noch nicht vom CSRD / ESRS Standard reden = auch die vielen Handreichungen vom Deutschen Nachhaltigkeitskodex benötigen Daten. Diese Daten intern zu beschaffen und aufzubereiten, ist eine erheblich (Anfangs-) Investition - auch wenn man im besten Fall schon auf viele Daten aus dem QM zurückgreifen kannn. Wenn man dieses Daten-Nadelöhr einmal geschafft hat, sind die jährlichen Folgeinvestitionen überschaubar - zumindest wenn es um die Daten für Nachhaltigkeitsberichte im engeren Sinne geht. Und man hat auf diesem Wege auch sein eigenes Datenmanagement erheblich verbessert.
    • Der Nachhaltigkeitsbericht an sich. Wenn wir öffentich zugängliche Nachhaltigkeitsberichte sichten, die 180 Seiten umfassen, denken wir: wie können sich KMU´s  an dieser Stelle das Leben leichter machen? Darüber denken wir intensiv nach...kann KI hier helfen?
    • Mit dem Bericht alleine ist es ja nicht getan - es geht dann um die Mühen der Ebene - es geht um die Umsetzung von Projekten, die auf die Nachhaltigkeitsleistungen des Unternehmens einzahlen. Diese überhaupt zu identifizieren ist Strategie - Arbeit ( siehe doppelte Wesentlichkeitsanalyse) und hat viel mit Change-Management zu tun. Sowohl die doppelte Wesentlichkeitsanalyse als auch das Change-Management sind zum Glück keine Geheimwissenschaft. Es ist Management-Handwerk. Trotzdem: man muss es machen.  
  8.  So bleibt am Ende der vielen Diskussionen oft nur dieses: Hauptsache anfangen - und nicht nachlassen. Wir sind überzeugt: es zahlt sich aus. "Der Weg entsteht beim Gehen".  "Bewusstsein entsteht im Prozess". Und: wir können alle voneinander lernen - es ist eine gemeinschaftliche Lernreise. 

 

 

Die kleine psychologische Hausapotheke

Wir, die wir pädagogisch-psychologisch gut ausbebildet sind, kommen häufiger in Gesprächs-Situationen, in denen wir aufgrund unserer Expertise um "unsere Einschätzung" und "unsere Meinung" gebeten werden. Zu Fragen des Lebens im Allgemeinen und im Besonderen. Das ist für uns vollkommen ok - machen wir gerne. In solchen Gesprächen  allerdings den Mittelweg zu finden zwischen "psychologisch plappern (Küchenpsychologie)" und "therapeutische Sitzung" ist nicht ohne.

Aus diesen vielen Gesprächen entsteht nun eine kleine psychologische Hausapotheke - und greift die Themen auf, die uns besonders häufig begegnen.

Und das ist zur Zeit insbesondere dieses Thema:

Batterie auftanken - reset-Knopf drücken

Vorbemerkung Teil 1: Gesellschaft und Wirtschaft sind im Stress-Modus. Die doppelte Transformation - also die Digitalisierung und die der Spurwechsel hin zum Nachhaltigen Wirtschaften fordert uns voll. Wir alle müssen Lern- und Anpassungsleistungen erbringen. Aus der Ecke kommen wir auf absehbare Zeit nicht ´raus. Nun gehört das Erbringen von Anpassungs- und Lernleistungen ja eh zum Leben - wir tun es ja auch - täglich: im Kleinen wie im Großen.

Gleichwohl: die diesbezüglichen Anforderungen sind deutlich gestiegen und gehören zu den sogenannten "future skills": Anpassungs- und Lernleistungen erbringen

Vorbemerkung Teil 2: es ist vollkommen normal, sich voll für eine Sache einzusetzten und nach erfolgreicher Erledigung der Aufgabe dann auch erschöpft zu sein. Erschöpft - und glücklich und zufrieden mit dem Ergebnis. Es ist auch normal, für eine Zeitspanne mal die Balance zu verlieren. Wichtig ist nur, dann nach dieser besondern Zeitspanne wieder in die Balance zu kommen. Dabei hilft dann oft eine bewusst gewählte Auszeit: Urlaub, Sabbatical, "eine Woche nur für mich". Soweit - so gut.

Bedenkenswert wird es erst dann, wenn man sich permanent in einer Überforderungs- und Überlastungsschleife bewegt - und aus dem Teufelkreis nicht ´rauskommt.

Hier kann folgendes helfen:

  1. Die Belastungen des Alltags auf den Prüfstand stellen. Dabei hilft ein "Energie- und Zeitverteilungskuchen", den man sich auf einem Blatt Papier aufmalt. Nachdem man sich damit einen groben Überblick verschafft hat, geht man folgenden Fragen nach: 
    1.  Was sind meine Energie- und Zeitfresser, die ich "einbremsen" kann? 
    2.  An welcher Stelle / in welchem Bereich kann ich mich "effizienter / effektiver" aufstellen - und mir damit Erleichterung verschaffen?
    3.  Vielleicht sogar: was kann ich ganz "loslassen"? Im Sinne von "brauche ich nicht mehr / bringt mir nichts mehr".
    4.  An welcher Stelle / in welchem Bereich genügen 80% Prozent statt 100 %? Denn oft ist es so, das es eher leicht ist, von 0 auf 80% zu kommen - aber sehr anstrengend, dann von 80 auf 100% zu kommen. Und: oft wird der Unterschied, den die letzten 20% ausmachen, von Anderen gar nicht bemerkt - hängt aber natürlich sehr von der Aufgabenstellung ab.
    5. ...
  2. Wenn man ein "120% Typ" ist - und meint, dass immer alles perfekt sein muss.  Das ist natürlich per se anstrengend. Solange man viel Energie hat und Andere davon nicht allzu genervt sind, ist das vielleicht noch kein Problem. Aber spätestens dann, wenn die Batterie in immer kürzeren Abständen leer ist und sich das erhoffte Ergebnis / der erhoffte "(psychologische) Gewinn" sich dann auch nicht einstellen will, kommt häufig die Frage: wozu das Ganze - wozu und für wen strenge ich mich eigentlich so an? Da hilft dann wirklich nur, einmal bewusst inne zu halten.
    1.  Zunächst ganz einfach: die Positiv Brille putzen und das Glas eher halb voll als halb leer zu sehen. Das kann man im Alltag üben. Manchmal hilft dabei auch ein "Erfolgs-Tagebuch". Das kann schon mal den ersten Druck wegnehmen. Das hilft schon mal, insgesamt mit dem, was ist, zufriedener zu sein.
    2.  Siehe oben: die Belastungen des Alltags auf den Prüfstand stellen - seine Energie neu ausrichten. Auf das, was einem wirklich wichtig ist und für einen selbst "Sinn" macht. Und das, was einem wichtig ist, hängt ja auch von der jeweiligen Lebensphase ab und verändert sich entsprechend über die Jahre. Man muss es sich nur manchmal wieder klar machen - und den reset-Knopf drücken. 
    3.  Und wenn das nicht reicht oder man sich etwas grundsätzlicher mit dem eigenen 120% Anspruch beschäftigen will: den Antreiber-Test machen. Den gibt es aber nur auf "Rezept" (also bei uns) - weil nach dem Antreiber-Test darüber nachgedacht wird, welche "Erlaubnisse" man sich selber geben kann  - welche Erwartungen an sich selbst man nicht mehr oder anders erfüllen will; und wer aus dem Umfeld einem dabei unterstützen kann. Das ist dann schon intensive innere Arbeit.
    4. ...
  3. Und auf der Arbeit - wenn die Arbeit mehr Last als Lust ist und einen "verzweifeln lässt", man "gegen Wände läuft" oder einfach "nicht gut mit einem umgegangen wird".  Zum Glück haben wir immer noch einen Arbeitnehmer-Markt - man findet doch relativ leicht einen neuen job. Aber ein job-Wechsel ist natürlich immer auch mit Risiken verbunden: es ist auf jeden Fall anders - aber auch besser? So ist es vielleicht klüger, noch  Versuche zu starten, um an der aktuellen Situation etwas zu drehen. Hier bieten sich folgende Wege an: 
    1.  Man formuliert - zunächst für sich - seine Wünsche zur Veränderung der Tätigkeit an sich (Aufgabenzuschnitt, Prozesse, Qualifikation), Wünsche zur Verbesserung der Zusammenarbeit und auch Wünsche an den Vorgesetzten mit Blick daruaf, wie man geführt werden möcht und was man vom Vorgesetzten braucht, um seine Leistung voll abrufen zu können.
    2.  Dann überlegt man sich, in welchem Rahmen man hierzu mit dem Team und / oder dem Vorgesetzten ins Gespräch kommen will - und was man sich "traut". Hilfreich ist natürlich, wenn es regelmäßige Mitarbeitergespräch gibt oder auch kurze / kleine Mitarbeiterbefragungen. 
    3.  Wenn einem das "zu heiss" ist, dem bleibt ja noch folgender Weg: eine "Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung" anzuregen. Zu einer solchen Gefährungsbeurteilung ist sogar jeder Arbeitsgeber verpflichtet. Aber wir wissen ja wie das ist - Papier ist geduldig. Trotzdem - ein Versuch ist es wert.   
    4.  Manchmal kommt man ja auch deshalb in "Stress", weil man etwas nicht oder noch nicht so gut kann. Solche Situationen werden eher zunehmen: denn wie weiter oben schon erwähnt, müssen wir in dieser besonderen Zeit der doppelten Transformation mehr denn je Anpassungs- und Lernleistungen erbringen. Wenn einem das Erbringen insbesondere dieser Lernleistungen schwer fällt, kann folgendes helfen: 
      1. Grundsätzlich: das eigene Selbstwertgefühl auspolstern. Indem man sich selbst daran erinnert, was man im Leben schon alles geschafft hat. Indem man sich an solche Menschen hält, die einem wohlgesonnen sind und wertschätzend begegnen. 
      2. Grundsätzlich: konsequent unterscheiden - die Kritik an einer Leistung und die Kritik an der Person. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Also schön sortieren...
      3. Grundsätzlich: eine konstruktive Fehler- und Lernkultur einüben. Ja - auch mal enttäuscht sei, wenn man ein selbst gestecktes (Lern-) Ziel nicht erreicht hat. Wichtiger ist jedoch daraus zu lernen: was kann ich tun, damit wir das nicht noch einmal passiert? Also konsequent lösungsorientiert an die Sache rangehen - und nur kurz "im Tal der Tränen" hängenbleiben.
      4. Sich an die eigene "Lern-Sozialisation" erinnern - und hier insbesondere daran, ob "Lernen" eher positiv bewertet oder abgewertet wurde - und von wem. 
      5. Sich daran erinnern, ob es im Umfeld der Familie solche Familienmitglieder gab, für die Lernen positiv bewertet wurde, weil es als zukunftsichernd galt. Sich dieses Familienmitglied als positives Vorbild ankern.
      6. Eigene Erfolgsgeschichten rund um "Lernen" sichten - egal ob schulisch oder außerschulisch. Und ganz wichtig: die Erfolgsfaktoren für diese Erfolgsgeschichten herausfinden. Womit genau hatte es zu tun, dass ich diese Lernleistung gebracht hatte? Daraus dann nicht nur Selbstwertgefühl schöpfen sondern auch Empfehlungen für die nächte Lenaufgabe ableiten. 
      7. ...
      8. ...
    5.  Wenn sich die Gesamt-Situation im beruflichen Umfeld trotz aller Bemühungen so gar nicht zum Besseren drehen will: dann kann ja folgende Überlegung noch helfen. Bitte unterscheiden zwischen "was kann ich in meinem Zuständigkeitsbereich wirklich beeinflussen" - " und was kann ich nicht beeinflussen - weil es außerhalb meines Einflusses und meiner Macht steht". Sich voll auf das zu konzentrieren, was man beeinflussen kann, ist dann das Eine. Das Andere ist, sich dann auch "führen zu lassen" (oben sticht unten) - und versuchen, seinen Frieden damit zu machen. Auch wenn es im Einzelfall schwer sein mag sich einzugestehen, dass man sich auch mal wider besseren Wissens einfach fügen muss (Anpassungsleistung erbringen). Unternehmen / Organisationen sind eben hierarchisch aufgebaut und Macht ist unterschiedlich verteilt - trotz aller Diskussion um NEW WORK bleibt Hierarchie. Und wenn man Pech hat, dann hat man einen selbstverliebten und hierarchisch geprägten Chef. Da ist viel soziale Kompetenz bei den Mitarbeitenden gefordert und die Frage steht im Raum: "wie führe ich meinen Chef:in".
    6.  Einige "retten" sich dann damit, sich selbst in "Machtpositionen" zu pushen - weil es unerträglich erscheint, sich überhaupt und dann noch von mittelmäßiger Kompetenz führen zu lassen. Das ist natürlich wieder anstrengend - und der Preis ist oft sehr hoch. Das will also gut überlegt sein. Am Ende muss man über dieZeit ausloten, wo in der Organisation sein Platz ist, der für einen persönlich erträglich ist. 
    7.  ...

 

Soweit fürs Erste.